Kurzimpulse dauern zwischen drei und 30 Minuten. Zu jedem Impuls finden Sie pädagogische Hinweise rechts unter „Tipps für die Anwendung“. Das Icon zeigt, in welche Interaktion die Schüler*innen gehen und in welcher Rolle Sie als Lehrkraft gefragt sind. Den QR-Code oder Link zum Teilen mit Ihrer Klasse finden Sie unten.
Schüler*innen diskutieren und teilen Persönliches. Das kann emotionale Reaktionen hervorrufen.
Beschreibt dein Pass, wer du bist? Stimm ab!
Pässe zeigen etwas von einer Person, zum Beispiel den Vor- und Nachnamen, Staatsangehörigkeit, das Geburtsdatum und den Geburtsort. Stempel und Visa weisen auf Aufenthalte im Ausland hin. Gleichzeitig ist ein Pass ein Zeugnis der gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse seiner Zeit. Er kann Rettung oder auch Ausgrenzung bedeuten.

Als Archivar*in schaust du dir alle Details an. Was erkennst du auf dem Pass? Was bleibt unverständlich?
Wähl die passende(n) Antwort(en) zu den Fragen aus!
Der Pass aus dem Jahr 1939 gehörte Klaus Oliven, einem deutschen Juden. Er brauchte den Pass, um Deutschland zu verlassen. Doch der Pass allein reichte nicht, denn er brauchte für andere Länder ein Visum. Schau auf die nächsten Seiten des Passes, um mehr über Klaus zu erfahren.

Welche Frage fällt dir noch zu dem Pass ein? Was würdest du gern herausfinden?
Schreib auf!

In der nachfolgenden Aufgabe siehst du auf der linken Seite Elemente mit Informationen aus Klaus' Pass. Welche Funktionen haben sie?
Ordne sie den entsprechenden Begriffen auf der rechten Seite zu! Klick dafür nacheinander auf ein Element der linken Seite und danach auf ein Element der rechten Seite.

Klaus Oliven schrieb Tagebuch. Ordne den Ereignissen aus dem Jahr 1938 Klaus' Tagebuchzitate zu!
Klaus und seine Familie wollten das Deutsche Reich verlassen. Es gelang ihnen, Tickets für eine Ausreise mit dem Schiff nach Uruguay zu kaufen. Doch diese reichten nicht, um zu entkommen. Dafür brauchten sie zusätzlich Pässe und mehrere Visa. In Klaus' Pass finden sich viele Stempel, Marken und Einträge. Sie machen die Flucht der Familie Oliven nachvollziehbar.
Find heraus, was die Einträge bedeuten!


Wann ging Klaus in Europa an Bord und wann erreichte er Lateinamerika? Für welche Länder hatte Klaus Visa-Einträge?
Notier die Länder und Daten!
Klaus und seine Familie gehörten zu den etwa 275.000 deutschen Jüdinnen*Juden, die bis zum endgültigen Auswanderungsverbot am 23. Oktober 1941 aus Deutschland fliehen konnten. Hier sieht man eins der ersten Bilder der Familie Oliven in ihrer neuen Heimat Brasilien.

Die Lage der Jüdinnen*Juden während der Nazi-Herrschaft wurde so aussichtslos, dass viele die einzige Hoffnung auf ein besseres Leben darin sahen, in ein anderes Land zu fliehen. Dafür brauchten sie einen Reisepass, verschiedene Visa und Glück. Klaus und seiner Familie ist dies gelungen. Vielen anderen nicht.
Möchtest du erfahren, wie der Pass und weitere Dokumente und Fotos der Familie Oliven ins Jüdische Museum Berlin kamen?
Schau dir den Bericht von Archivar Jörg Waßmer an!
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